Jugendparlament wählt weiteren Stellvertreter

Meno Stemmermann

Auf der letzten Sitzung des Jugendparlaments wurde Meno Stemmermann als weiterer Vetreter des Jugendbrügermeisters gewählt. Zusammen mit Mara Kempken nimmt er nun die Stellvetretung von Ole Hagen wahr.

Möglich wurde die Wahl eines zusätzlichen stellvertretenden Jugendbürgermeisters durch die Änderung des Beschlusses zur Umsetzung des § 36 NKomVG in der Gemeinde Wennigsen (Deister), welche der Gemeinderat im vergangenen Jahr auf Antrag des Jugendparlaments vornahm.

Hintergrund für den Änderungswunsch war, auf diesem Weg die Leitungsverantwortung innerhalb des Jugendparlaments auf eine breitere Basis zu stellen.

Jugendparlament auf Einladung von Matthias Miersch in Berlin

Auf Einladung von Matthias Miersch verbrachte das Jugendparlament in der vergangenen Woche zwei Tage in Berlin und besuchte in diesem Rahmen am Mittwoch eine Plenarsitzung des Bundestages.

In einem anschließenden Gespräch mit dem stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der SPD konnten die Wennigser Jugendlichen Fragen stellen und mit Miersch über seine Arbeit als Politiker reden. Themen waren Arbeitsalltag und Klimaschutz sowie Belastungen und Privilegien eines Politikers.

Außerdem besuchte das Jugendparlament die Landesvertretung Niedersachsens und hörte dort einen Vortrag mit der Leitfrage „Was ist eine Landesvertretung und wofür ist sie zuständig?“

Besonders eindrucksvoll war der Besuch der Stasi-Gedenkstätte Hohenschönhausen, wo die Gruppe von einem ehemaligen Inhaftierten eine Zeitzeugen-Führung erhielt.

Die Tage in Berlin waren abwechslungsreich gestaltet und das Jugendamt kehrte am Donnerstagabend mit vielen neuen Eindrücken nach Wennigsen zurück.

Stellungnahme zur Spielplatzssatzung

Nachdem sich bereits das letzte Jugendparlament sachlich und konstruktiv für eine Entspannung der Situation an der KGS eingesetzt hat, haben wir auf unserem Klausurwochenende intensiv über die Ausweitung der Spielplatzsatzung auf den Bereich der Kleinspielfelder neben der Sporthalle diskutiert.

Als Ergebnis ausführlicher Beratungen lehnten wir auf unserer letzten Sitzung die Beschlussvorlage 24/2019 ab und nahmen hierzu auf der gestrigen Ratssitzung wie folgt Stellung:

Um das Interesse der Wennigser Jugend bestmöglich zu vertreten, sprechen wir uns gegen jegliche Art von Spielplatzsatzung auf dem KGS Gelände aus.

Wir betrachten das Gelände als besonders wertvoll, da es verschiedene Sportaktivitäten bietet. Die KGS ist als Treffpunkt besonders geeignet, da sie zentral gelegen ist und Überdachungen und Sitzmöglichkeiten bietet.

Ein wichtiger Teil der Jugend ist, sich frei zu entfalten, zu dieser Entfaltung gehört für einige der Konsum von Alkohol und das Hören von Musik.

Durch ein Verbot könnten zudem Feindbilder entstehen oder es zu einer Verschiebung der Problematik an andere Orte in Wennigsen kommen.

Wir kritisieren, wie mit den Interessen der Jugendlichen umgegangen wird, da Kompromissbereitschaft fehlt und wir uns Toleranz statt Stigmatisierung wünschen.

Auch wenn die Lösung des Konfliktes nicht zu den Aufgaben des Jugendparlamentes gehört, sind wir bereit, an Perspektiven mit zuwirken. Unser Ziel ist ein gemeinsames Miteinander zwischen allen Bevölkerungsgruppen, welches von Respekt geprägt ist zu schaffen.