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1. Klausurwochenende des 10. Wennigser Jugendparlamentes

Ein Wochenende der erfolgreichen Planung und Diskussion – das Klausurwochenende des Jugendparlaments der Gemeinde Wennigsen schafft neue Ideen und Ziele für das kommende Jahr. An Themen fehlte es nicht: Ergiebig wurde unter anderem über die Fahrradfreundlichkeit und Jugendtreffpunkte in der Gemeinde diskutiert.

Im Schullandheim Riepenburg bei Hameln hat das JuPa (Jugendparlament) drei Tage voller Austausch und Planung verbracht. Trotz Erkrankung mit dabei: Die Wennigser Jugendbürgermeisterin Yola Kreitlow, welche sich kurzfristig per Videokonferenz dazu geschaltet hat, um auch von zuhause aus teilnehmen zu können. Einen Besuch stattete der ehemalige stellvertretende Jugendbürgermeister Jakob Grimm der Gruppe ab und auch die Jugendpflege begleitete das Wochenende.

Seit vergangenem Herbst ist das 10. Wennigser Jugendparlament im Amt. Das Klausurwochenende wurde einerseits für Beratungen über die interne Zusammenarbeit genutzt, vor allem aber tauschten die elf Jugendlichen sich über ihre inhaltlichen Schwerpunkte aus. Die Skateranlage, der Spieleschrank, sowie verschiedene Anfragen wurden besprochen, bei den eigenen Schwerpunkten kristallisierten sich allerdings auch neue Ideen heraus: Pläne für mehr Diversität in der Gemeinde, die Verbesserung der Fahrradfreundlichkeit und verschiedene Vorstellungen zu Jugendtreffunkten waren Thema.

Mit den Ergebnissen dieses erfolgreichen Wochenendes will das Jugendparlament jetzt in das neue Jahr starten und freut sich auf die weitere gemeinsame Arbeit.

Im Gedenken an den Holocaust: Nie wieder Hass und Intoleranz!

Im Folgenden findet ihr den Text der Rede, die Jugendbürgermeisterin Yola Kreitlow im Rahmen der Gedenkveranstaltung an die Opfer des Holocaust am 27. Januar 2024 in der SSGS gehalten hat.

„Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht“, sagte schon Bertolt Brecht.

Foto: Jakob Grimm

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
sehr geehrter Herr Birkner,
sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Schüler:innen,

dass immer mehr Menschen Brechts Anliegen verstehen, zeigt sich daran, dass heute so viele von Ihnen erschienen sind.
Zusätzlich sind in den letzten Wochen 1,2 Millionen Menschen in ganz Deutschland auf die Straßen gegangen.

Auch 79 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz sind das Aufstehen, das Laut-Sein und der Kampf gegen den Rechtsextremismus aktueller denn je. Die Nationalsozialisten deportierten systematisch Millionen von unschuldigen Menschen, darunter Jüd:innen, politische Dissidenten, Homosexuelle, Sinti und Roma sowie Körperlich- und Geistigbehinderte nach Auschwitz. Dort wurden sie entmenschlicht, mit ihnen wurden Experimente durchgeführt und in den Lagern waren sie höllengleichen Umständen ausgesetzt: Hunger, Krankheit, Kälte und überfüllte Barracken standen auf der Tagesordnung.
Über eine Millionen Juden wurden grausam in Auschwitz ermordet.
1/6 der Gesamtzahl des Holocausts.

Diese Fakten machen mich traurig, sie machen mich sprachlos und lösen in mir Fragen aus:

Haben wir denn nichts aus der Geschichte gelernt?

Eine Partei, die gesichert rechtsextreme Strömungen in sich trägt, landete bei Unter-18 Wahlen in Thüringen und Bayern auf dem zweiten Platz. Von den „richtigen“ Wahlen, in den neuen Bundesländern, dieses Jahr, traue ich mich gar nicht zu sprechen.
Aber wir müssen es tun. Vor allem meine Generation, das Jugendparlament und ich. Denn wir sind die, die hoffentlich noch über 50 Jahre auf diesen Planeten leben.
Jetzt wegzusehen, wie die Rechtsextremen in ihren Hinterzimmern über Ausweisungen von deutschen Staatsbürger:innen reden, Anschläge auf Flüchtlingsheime und Synagogen verüben und Populismus, Hetze sowie Hass gegen Andersgesinnte und gegen die politische Mitte salonfähig machen, bedeutet die Lektionen der Geschichte zu ignorieren und den Nährboden für erneutes Unheil zu bereiten.
Wir sind in einer Gesellschaft aufgewachsen, geprägt von Eltern und Großeltern, die dankbar für die Demokratie sind. Für uns ist die Demokratie von Anfang an da gewesen. Dieses große Privileg, darf niemals Normalität werden.
Demokratie heißt nicht, ausruhen und seine Rechte genießen. Demokratie heißt, jeden Tag aufs Neue dafür einzustehen.
Alles, was sie angreift, abzuwehren.
Jeden und jede, die sich von ihr abwenden, zurückzuholen.
Und – Ja, das ist anstrengend.
Ja, das funktioniert nicht immer.
Und ja, ich merke, wie meine Generation sich dem noch nicht vollständig bewusst ist.
Doch der Geschichtsunterricht, Gespräche mit Zeitzeugen und Gedenkveranstaltungen, wie diese, bringen uns langsam – aber sicher – in die richtige Richtung.

Meine Damen und Herren,
das dunkelste Kapitel unserer Geschichte: Der Holocaust – zeigt nicht allein die Schrecken und Grausamkeiten der Vergangenheit auf,
nein, er mahnt uns eben zusätzlich für unsere Zukunft. Eine Zukunft in der Hass und Intoleranz nie wieder Fuß fassen dürfen.

Dankeschön.

Klausurtagung des Jugendparlaments Wennigsen: Gemeinsam gestalten wir die Zukunft

©Yola Kreitlow

Am 23. September 2023 haben wir, die Mitglieder des Jugendparlaments Wennigsen, unsere erste Klausurtagung für diese Amtsperiode abgehalten. Gemeinsam haben wir einen wichtigen Schritt in Richtung einer erfolgreichen Zusammenarbeit gemacht, indem wir uns besser kennengelernt und eine starke Gemeinschaft gebildet haben und unsere Gemeinschaft gestärkt

Während unseres gemeinsamen Kochens haben wir nicht nur leckere Gerichte zubereitet, sondern auch kreative Ideen für zukünftige Veranstaltungen entwickelt, um die Jugendlichen unserer Gemeinde noch stärker einzubeziehen.

In lebhaften Diskussionen haben wir Themen wie Umweltschutz, Bildung und Freizeitmöglichkeiten besprochen und planen, diese in den kommenden Sitzungen intensiver zu behandeln. Außerdem haben wir darüber beraten, wer von uns unserer Anliegen in welchem Ausschuss vertritt.

Mit großer Motivation und Entschlossenheit gehen wir in diese neue Amtsperiode, um die Interessen der Jugend in Wennigsen zu vertreten.